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Studentische Arbeiten
Bildmaterial, Texte und Interviews enthält der Katalog zur Wanderausstellung
LOOPING! Video an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität
Weimar (Erfurt, Villingen-Schwenningen, Tønder 2001/02),
der über das Sekretariat der Visuellen Kommunikation bezogen werden
kann (anja.buerger@gestaltung.uni-weimar.de), ferner der Ausstellungskatalog
KUNSTHONIG (1997), der über den Universitäts-Verlag bezogen
werden kann. In der Bibliothek stehen die Kataloge unter Ku Ib 5600/16
bzw. Ku Ib 5600/1 "Projekt KUNSTHONIG"
Eine Ausstellung vom 3.-13.4.1997 im Deutschen Bienenmuseum Weimar, Ilmstr.3 und in der Bauhaus-Universität Weimar (Ausstellungspavillion Steubenstr.8) ![]() Das Deutsche Bienenmuseum in Oberweimar nimmt im Kulturbiotop Weimar trotz seiner neunzigjährigen Geschichte einen Platz eher am Rande der Touristenpfade ein. Doch der Besuch im historischen Gebäude am südlichen Ende des Ilmparks lohnt sich schon wegen der einzigartigen Sammlung lebensgroßer figürlicher Skulpturen, die einst als Bienenwohnungen geschaffen wurden. An diesem inspirierenden Ort entdeckten einige an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar lehrende Künstlerkollegen ihre gemeinsame Affinität zu dem im Bienenmuseum beheimateten Themenkreis. Biene, Honig, Wachs und Waben standen im Mittelpunkt eines interdisziplinär angelegten Studien- und Ausstellungsprojekts mit dem Namen "Kunsthonig". Über die Grenzen von Lehrstühlen, Studiengängen und Fakultäten hinweg fanden sich unter der Leitung von Prof.Herbert Wentscher 9 Lehrende und 33 Studierende zur Verwirklichung theoretischer und praktischer Arbeitsvorhaben. Im Gleichgewicht von Reflexion und Produktion wurden experimentelle Formen gestalterischen Handelns entwickelt, die sich auf den konkreten Ort, die Sammlung und die Geschichte des Bienenmuseums ebenso beziehen wie auf wissenschaftliche Erkenntnisse oder Alltagserfahrungen zu diesem Themenkreis. Die Biene ist dabei keineswegs nur ein austauschbarer Vorwand für ein "Strategien-Training zur Annäherung an ein exemplarisches Thema. Vielmehr zeigte die Auseinandersetzung mit kunstgeschichtlichen, designtheoretischen, soziologischen und philosophischen Aspekten, mit Bewußtseinsforschung, Mythologie und Imkerei die an diesem thematischen Schnittpunkt von Kultur und Natur zahlreich vorhandenen Ansatzpunkte für gestalterische Umsetzungen. Dies läßt sich deutlich ablesen an den im Projekt erarbeiteten vielseitigen Beiträgen: Die lustvolle Suche nach neuen Darstellungen spiegelt sich im breiten Spektrum der Arbeitsansätze und der verwendeten Materialien und Medien: Malerei, Zeichnung, Fotografie und Design sind ebenso vertreten wie Installationen, Video, Comics und Computeranimationen. Zur Ausstellung erscheint im Verlag der Bauhaus-Universität ein umfangreiches Katalogbuch mit zahlreichen künstlerischen und wissenschaftlichen Bild- und Textbeiträgen. | |
![]() | Marco Joshat: Summ-Summ-Summ (Video-Installation mit Zeichentrick und Computeranimationen) |
![]() | Maria Vill: In Wasser wie in Waben (Acryl auf Leinwand) |
![]() | Maria Vill: Netzwerk (Lithografie) |
![]() | Mei-Yu Liu: Mord (Installation mit 66 Spritzen, Kreidezeichnung, Tonband) |
![]() | Otto Frey: Wespenstadt ( Objekt, Zweige, Papiermache,Aquarellfarbe, 4m x 3m x 2,1m |
![]() | Jana Rogge: Installation mit Figurenbeute |
![]() | Jens Kloppmann: Siegertreppchen (Holzskulptur, lackiert) |
![]() | Hajoe Moderegger: Bee-movie(Installation mit Computeranimation) |
![]() | Julia Witzell, Friederike von Bistram, Felix Conradt: Der Blumenmann (Video) |
![]() | Harry Sachs, Franz Höfner, Tim Schober, Micha Böhler: Biene Mayo (Video, 3min) |
Philipp Hirsch Kai-Roman Schöttle
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Präsentation auf dem 4.Thüringer Mediensymposium, Weimar '98 Am 4. und 5. September 1998 veranstaltete die Thüringer Staatskanzlei
zum 4. Mal ein Mediensymposium und diesmal war die Bauhaus-Universität
gastgebende Hochschule. Nachdem in den Vorjahren politische, wirtschaftliche
oder juristische Fragestellungen diskutiert wurden, stand jetzt das Thema
"Kultur und Medien" im Mittelpunkt des Interesses. Die Kulturstadt
Weimar war dafür der geeignete Ort, und auch die neugegründeten
Fakultäten Gestaltung und Medien boten sich als qualifizierte und
interessierte Partner für diese über die Grenzen Thüringens
wirkende Veranstaltung an. Um die Anschaulichkeit der thematischen Auseinandersetzung
zu fördern, war es von Anfang an der erklärte Wunsch der Staatskanzlei,
die Vorträge und Diskussionen, sowie die Informationsmesse der Thüringer
Medieninstitutionen und -firmen mit einer Schau medialer Kunstwerke zu
flankieren. Koordiniert von Dipl.Des. Ulla Marquardt gaben Studierende
der Fakultät Gestaltung mit 11 Arbeiten und der Fakultät Medien
mit 2 Arbeiten einen Einblick in das aktuelle gestalterische Medienschaffen
an unserer Hochschule. Die aus interaktiven Installationen, Videoinstallationen,
Internet- und CD ROM-Projekten sowie Videobändern bestehende Ausstellung
wurde ergänzt durch die Projektpräsentationen "Stimme der
Schatten"(Prof. Hupfer, Fak.M), "TechnoEcology" (Prof.
Scott, Fak.M), "RadioVision"(Dr.Ing. Schatter, Dipl.Des. Upmeier)
sowie "Liebe geht durch die Kamera und andere Videobänder"(Prof.
Wentscher). Die Messesituation im Mensagebäude am Park entpuppte
sich als eine Herausforderung an die Ausstellungskonzeption, galt es doch,
Kunst und Kommerz in enger Nachbarschaft zu ihrem jeweiligen Recht zu
verhelfen. Einige der Arbeiten, wie die Videoinstallation der "Active
Men" (Harry Sachs, Franz Höfner, Michael Böhler), "Tourist
Research" von Philip Horst oder das CD-ROM-Projekt von Peter Mende
und Jan Martin Ley ließen sich bewußt auf den Kontext ein,
reagierten auf die Messe-Umgebung mit einem "professionellen"
Auftritt und regten so dazu an, den Blick der Besucher für die feinen
Unterschiede zu schärfen und ihren Kunstbegriff zu überprüfen.
Eine ganze Reihe von Arbeiten thematisierte die (kulturelle) Identität
des Einzelnen in der mediatisierten Gesellschaft; Hajoe Moderegger ließ
einen kopflosen "Läufer" seine endlosen Runden um das Projektionszentrum
des Videobeamers drehen; Bernadette Fleischer zeigte in der intimen Situation
einer Fahrstuhlkabine die Kontaktnahme des menschlichen Körpers mit
der medial vermittelten Außenwelt (Videoinstallation "Bauch").
Auch Leonie Weber und Stefanie Klekamp inszenierten in ihren Videoinstallationen
("Schmerz", "Gedächtnis"; "Physis")
sehr persönlich und eindringlich ihre (Phantom-) Bilder einer medialen
Identitätssuche. Auf Zuspruch gerade auch der anwesenden Politiker
stieß die Arbeit "Applaus" von Miklos Palos, die den Zusammenhang
von persönlichem Erfolg und öffentlicher Anerkennung verdeutlichte:
Akustisch und visuell wird der/die in eine zunächst dunkle Kabine
Eintretende -über Bewegungsmelder ausgelöst- vom frenetischen
Beifall einer jubelnden Menschenmenge empfangen... Iris M.Hoppe war mit
einer die mediale Wahrnehmung schärfenden Videoinstallation dabei,
in der die Bilder erst über ein von den Betrachtenden zum Schwingen
gebrachtes Metallblatt sichtbar werden. Ebenso wie die bereits erwähnten
"Active Men" hat sie die Bauhaus-Universität bei der zentralen
Wettbewerbsausstellung der 22 deutschen Kunsthochschulen in der Bonner
Bundeskunsthalle im Januar '99 vertreten und zusammen mit den "Active
Men" zwei der insgesamt vier vergebenen Preise eingeheimst. Die Weimarer Ausstellung wurde seitens der Erfurter Staatskanzlei finanziell
großzügig unterstützt, was die Realisation und Präsentation
der Arbeiten erleichterte bzw. überhaupt erst möglich machte.
Zusätzliche Hilfe kam von den Weimarer Firmen MediaPlus, ProMarkt
und ArtWerk. Das allseitige Engagement und die ausgezeichnete Zusammenarbeit,
auch mit der für die Organisation unentbehrlichen EOBAN-Programmkontor
Veranstaltungs GmbH führten dazu, daß die Medienkunst auf einem
beachtlichen Niveau gezeigt und zu einem elementaren Bestandteil des Symposiums
werden konnte und auch so von den Vertretern der Landesregierung, namentlich
Herrn Staatssekretär Dr. Michael Krapp gewürdigt wurde. "Thüringen
kann sich sehen lassen!" summierte sein Ausspruch die guten Eindrücke
dieser Veranstaltung. Prof. Herbert Wentscher
Das Künstlerteam Active
Men bildete sich 1996 an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität
Weimar im Projekt The Body"(Prof. Liz Bachhuber). Sie bestehen
aus 3 Mitgliedern, Harry Sachs, Franz Höfner und Micha Böhler,
die seit nunmehr über zwei Jahren mit ihren Videos und Installationen
die Aufmerksamkeit von Festivals, Galerien und Museen auf sich ziehen.
Dabei stand von Anfang an die Auseinandersetzung mit dem Körper und
der eigenen Identität im Vordergrund. So machen sich die Active Men
an eine schweißtreibende Arbeit, um ihr Bild einer Körperkultur
zu entwerfen. Sie surfen begeistert auf der Fitness- und Gesundheitswelle
mit und geraten dabei von ihren Höhen auch in ihre Untiefen. Daß
es bei dieser Anstrengung auch zu Auswüchsen kommen kann, ist klar.
Daß die Active Men diese Auswüchse mittels Kompressoren und
Luftpumpen real an ihrem Leib darstellen und in performanceartigen Videos
in den Griff bekommen, überrascht jedoch. Herbert Wentscher, 2.3.99
LOOPING! Video an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar
Vom Erfurter Kunstverein e.V. initiiert und als Wanderausstellung für
2001/02 mit Prof. Herbert Wentscher und Dipl.Des. Frank Westermeyer konzipiert,
entstand die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie
Villingen-Schwenningen und dem Sønderjyllands Kunstmuseum, Tønder
(Dänemark). Sie wurde finanziell unterstützt vom Thüringer
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Sparkassen-Kulturstiftung
Hessen-Thüringen. Zusätzliche Ausstellungsstationen waren das
European Media Art Festival, Osnabrück 2002 und RaumEins im Schwarzen
Kloster, Freiburg. Eine komprimierte Auswahl wurde außerdem vorgestellt
an der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs, Strasbourg
und der Ecole Supérieure des Beaux-Arts, Toulouse. |
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